Der Nachlass im Auslandsvermögen

Der Nachlass im Auslandsvermögen

Immer mehr Deutsche besitzen nicht nur Vermögen im Inland, sondern auch über die Landesgrenze hinaus in ausländischen Staaten. Oftmals erfolgt bei der Optimierung der Vermögensnachfolge von Todes wegen oder unter Lebenden in solchen Fällen immer nur eine Berücksichtigung der deutschen Erbschaftsteuerbelastung. Ziel dieses Artikels ist es aufzuzeigen, dass eine umfassende Nachfolgeberatung bei Vermögensübertragungen mit Auslandsberührung auch immer eine Prüfung der Erbschaftsteuervorschriften des ausländischen Belegenheitsstaates erfordert und welche Gestaltungsansätze verfolgt werden können, um eine Doppelbesteuerung aus dem Erb-/Schenkungsfall mit Auslandsberührung zu vermeiden.

Kernaussagen

  • Aufgrund der zunehmenden grenzüberschreitenden Investitionen und der demographischen Struktur, werden Erbfälle mit Auslandsvermögen in der Zukunft vermehrt ansteigen. Die Problematik beim Erbfall mit Auslandsberührung ist, dass der Erwerb regelmäßig auch im ausländischen Staat der Besteuerung unterliegt.
  • Hierdurch droht eine Doppelbesteuerung, die zu einem starken Verzehr des Nachlassvermögens führen kann.
  • Auch die unilateralen Maßnahmen zur Beseitigung der Doppelbesteuerung (Anrechnungsmethode i.S.d. § 21 ErbStG) schaffen in vielen Fällen keine hinreichende Abhilfe. So kann die im Ausland erhobene Erbschaftsteuer nur dann auf die inländische Erbschaftsteuer angerechnet werden, wenn der ausländische Vermögensgegenstand unter den Auslandsvermögenskatalog i.S.d. § 121 BewG fällt. Ferner ergibt sich durch die Systematik der Ermittlung des Anrechnungshöchstbetrags i.S.d. § 21 Abs. 1 S. 2 ErbStG oftmals ein Anrechnungsüberhang, der ebenfalls zu steuerlichen Mehrbelastungen beim Steuerpflichtigen führt.
  • Durch frühzeitige Gestaltungen kann eine drohende Doppelbesteuerung vermieden werden. Gestaltungsschwerpunkt sind dabei zum einen die Umstrukturierung des Auslands- in Inlandsvermögen und zum anderen die Allokation von Schulden zum Auslandsvermögen. Neben der erbschaftsteuerlichen Belastungen sollten auch die im Zuge der Umstrukturierung entstehenden Kosten wie Gebühren und Steuern nicht vernachlässigt werden.

Den kompletten Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2018 von NWB Erben und Vermögen. Die Online-Version ist noch bis zum 01.01.2019 kostenfrei verfügbar.

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