Beiträge aus November 2020

11Nov

Außerordentliche Wirtschaftshilfe „Novemberhilfe“ und Update Überbrückungshilfen

Außerordentliche Wirtschaftshilfe „Novemberhilfe“

Die Bundesregierung hat mit der sogenannten „Novemberhilfe“ eine Maßnahme beschlossen, die insbesondere Firmen helfen soll, die im November ihren Geschäftsbetrieb einstellen müssen. Die Maßnahme beinhaltet folgende Unterstützungsleistungen:

  • Antragsberechtigt sind
    • direkt betroffene Unternehmen, d.h.
      § alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen.
    • Indirekt betroffene Unternehmen, d.h.
      § alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 % ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
    • Verbundene Unternehmen,
      § wenn mehr als 80 % des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 % des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Beispiel: Holdinggesellschaft mit geschlossenem Restaurant (Umsatzanteil > 80 %) und weiterhin geöffnetem Einzelhandelsunternehmen.
  • Förderungsmöglichkeiten
    • Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 % des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019
    • Obergrenze von 1 Mio. Euro
    • Förderung nur soweit beihilferechtliche Rahmen des Unternehmens dies zulässt (Kleinbeihilferegelung der EU)
    • Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahr 2019 zugrunde legen.
    • Wurde das Unternehmen nach dem 31. Oktober 2019 gegründet, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz aus dem Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung als Berechnungsgrundlage herangezogen werden.
  • Anrechnung erhaltener Leistungen
    • Andere staatliche Leistungen (vor allem Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld), die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet.
    • Anrechnung von erzielten Umsätzen im Monat November
    • Umsätze, die im November trotz der grundsätzlichen Schließung erzielt werden, werden zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet.
    • Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüber hinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.
    • Eine Sonderregelung gilt für Restaurants, die Speisen im Außerhausverkauf anbieten:
      § Die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze wird auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen; d.h. die Umsatzerstattung erstreckt sich nicht auf Außerhausverkäufe im November 2019, für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt.
      § Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen.
      § Beispiel: Eine Pizzeria hatte im November 2019 8.000 Euro Umsatz durch Verzehr im Restaurant und 2.000 Euro durch Außerhausverkauf. Sie erhält daher 6.000 Euro Novemberhilfe (75 Prozent von 8.000 Euro), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 Prozent des Vergleichsumsatzes). Dafür kann die Pizzeria im November 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 Euro (25 Prozent von 10.000 Euro) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.
  • Antragstellung / Auszahlung:
    • Anträge können in den nächsten Wochen über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de).
    • Die elektronische Antragstellung muss durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen.
    • Für Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, entfällt die Pflicht zur Antragstellung über einen prüfenden Dritten. Sie werden unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt sein.
    • Die Auszahlung soll über die Überbrückungshilfe-Plattform durch die Länder erfolgen.
  • Einzelheiten hat das Bundesfinanzministerium in einer Pressemitteilung verkündet.

Update Überbrückungshilfen

  • Überbrückungshilfe I (Fördermonate Juni bis August 2020)
    • Die Frist für die Einreichung von Änderungsanträgen wurde erneut verlängert – Änderungsanträge können nun noch bis zum 30.11.2020 gestellt werden.

Für Ihre individuellen Fragestellungen und für die Unterstützung bei der Antragstellung stehen Ihnen Ihre Ansprechpartner bei Crowe BPG jederzeit gerne zur Verfügung.

05Nov

Crowe BPG berät NORD Holding beim Ausbau der Hörakustik-Plattform audiOsono in Nordrhein-Westfalen

Die BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft (Crowe BPG) hat die NORD Holding, eine unabhängige Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Hannover, dabei beraten, die Anteile an der Wambach Hörgeräte GmbH (Dortmund) und der Hörbiene GmbH (Dortmund) über ihre Beteiligungsgesellschaft audiOsono zu erwerben. Durch die Übernahmen wächst audiOsono auf 33 spezialisierte Hörgeräteläden und stärkt seine Präsenz in Nordrhein-Westfalen.

audiOsono adressiert die steigende Nachfrage nach hochwertigen Hörgeräten und kundenorientierten Service im Gegensatz zu etablierten Branchenkonzepten. Als auf Hörakustik spezialisierte Buy-and-Build-Plattform profitiert audiOsono von der hohen Fragmentierung des deutschen Marktes und der zunehmenden Durchdringung und Akzeptanz von Hörgeräten in der Gesellschaft.

Das Team von Crowe BPG (www.crowe-bpg.de), das für die Financial Due Diligence verantwortlich war, bestand aus Andreas Hoffmann, WP und Partner (Gesamtleitung), und Alexander Schneider, Associate (Financial).

Quelle: Deal Advisors by Majunke

nach oben
 Zurück  Alles Weiter