Beiträge aus März 2020

27Mrz

Soforthilfeprogramm Baden-Württemberg

Gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt.

Anträge können von gewerblichen und Sozialunternehmen, von Soloselbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen mit bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) gestellt werden, die ihren Hauptsitz in Baden-Württemberg haben.

Soloselbständige und Kleinstunternehmen mit unter fünf Beschäftigten sind nur insoweit antragsberechtigt, als dass sie mit ihrer selbständigen Tätigkeit das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens einer Person bestreiten.

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u. a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u. ä., durch einen Zuschuss unterstützt werden.

Liquiditätsengpässe oder Umsatzeinbrüche, die bereits vor dem 11. März 2020 entstanden sind, sind daher nicht förderfähig.

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses, ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt bis zu:

  • 9.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Soloselbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten
  • 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten
  • 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Die Obergrenze für die Höhe der Förderung entspricht dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass oder entsprechenden Umsatzeinbruch, maximal jedoch den oben genannten Förderbeträgen.

Die Antragstellung ist ab sofort möglich.

Zum Antrag und Quelle („Soforthilfe Corona“ – Seite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg)

27Mrz

NRW- Soforthilfe 2020: für Kleinunternehmen

Die Landesregierung NRW will das Sofortprogramm des Bundes aufstocken und zusätzlich Unternehmen mit 10 bis 50 Beschäftigten Zuschüsse in Höhe von bis zu 25.000 Euro zahlen.

Unterstützung der Unternehmen zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässe, u. a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u. ä. durch einen Zuschuss in Höhe von:

  • 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten
  • 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Voraussetzungen sind erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Dies wird angenommen, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  • sich für den Monat, in dem der Antrag gestellt wird, ein Umsatz- bzw. Honorarrückgang von mindestens 50 Prozent verglichen mit dem durchschnittlichen monatlichen Umsatz (bezogen auf den aktuellen und die zwei vorangegangenen Monate) im Vorjahr ergibt. Rechenbeispiel: Durchschnittlicher Umsatz Januar bis März 2019: 10.000 Euro, aktueller Umsatz März 2020: 5.000 Euro
  • der Betrieb auf behördliche Anordnung wegen der Corona-Krise geschlossen wurde
  • die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (= Finanzierungsengpass)
  • Die Soforthilfe gilt für Antragsteller, die zum Stichtag 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten waren

NRW Soforthilfe (elektronische Beantragung ab dem 27.03.2020)

27Mrz

Stundung Sozialversicherungsbeiträge

Eine Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist in Härtefällen möglich.

Eine erhebliche Härte für das Unternehmen ist gegeben, wenn es sich aufgrund ungünstiger wirtschaftlicher Verhältnisse vorübergehend in ernsthaften Zahlungsschwierigkeiten befindet oder im Falle der sofortigen Einziehung der fälligen Sozialversicherungsabgaben in diese geraten würde. Eine Stundung wird nicht gewährt, wenn eine Gefährdung des Anspruches eintreten würde. Das ist der Fall, wenn die Zahlungsschwierigkeiten nicht nur vorübergehend sind oder eine Überschuldung in absehbarer Zeit offensichtlich nicht abgebaut werden kann.

Aus dem Stundungsantrag sollte daher erkennbar sein, dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen kündigt in ihrem Rundschreiben die erleichterte Stundungsmöglichkeit von Sozialversicherungsbeiträgen durch die Einzugsstellen (= gesetzliche Krankenkassen) an. Von der Corona-Krise Betroffene sollen so unterstützt werden. Auf Antrag des Arbeitgebers können die Beiträge zunächst für die Monate März bis Mai 2020 gestundet werden. Stundungen sind längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Juni 2020 zu gewähren.

Auch für die erleichterte Stundung sind alle anderen Maßnahmen (Kurzarbeitergeld, Fördermittel und/oder Kredite) vorrangig in Anspruch zu nehmen und es muss eine erhebliche Härte hinsichtlich des sofortigen Einzugs der Beiträge vorliegen, die auch in geeigneter Weise darzulegen ist.

Mitteilung GKV Spitzenverband vom 25.03.2020

26Mrz

BPG beriet die fabfab GmbH beim Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Makerist GmbH

Die BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH hat die fabfab GmbH, Europas führende digitale Kreativplattform im Do-it-yourself-Online-Markt mit Sitz in Schenefeld, bei Hamburg dabei beraten, im März 2020 die Mehrheit der Anteile an der Makerist GmbH („Makerist“) mit Sitz in Berlin zu erwerben.

Makerist ist europäischer Marktführer für E-Books und E-Learning-Produkte im DIY-Bereich. Der Marktplatz für Handarbeit im Internet bietet kreative Anleitungen, Materialien und ausführliche Lernvideos rund ums Nähen, Stricken, Häkeln, Plotten und andere kreative Bereiche in Deutschland, Frankreich und in Großbritannien an. Über 1.200 selbstständige Designer/innen verkaufen hier über ein Provisionsmodell ihre Anleitungen, Schnittmuster und Video-Tutorials. Makerist wurde 2013 vom ehemaligen Dawanda-Manager Axel Heinz und Amber Riedl, vorher Gründerin des Startups 1001hochzeiten, gegründet. Das Gründer-Team bleibt im Unternehmen und führt die bisherigen Funktionen weiterhin aus. Die mehr als 40 Mitarbeiter verstärken ab sofort das fabfab-Team.

Mit der Übernahme durch die Kreativplattform fabfab entsteht die weltweit größte digitale Plattform für Kreativprojekte. Beide Unternehmen wachsen zweistellig und verzeichnen mittlerweile über 2 Millionen Kundinnen und Kunden. Ziel ist es, kurzfristig weitere Anteile im stark fragmentierten und traditionellen Markt für Handarbeitsbedarf zu gewinnen. Zusammen mit Makerist wächst fabfab auf circa 250 Mitarbeiter/innen an den zwei Standorten in Berlin und Schenefeld, bei Hamburg. Die bisherigen Makerist-Investoren Ringier Digital Ventures AG, HTGF, MCB Salt, CEWE, G+J Digital Ventures und weitere unterstützen auch zukünftig die neue Unternehmensgruppe.

Das Team der BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH (www.bpg.de), das für die Financial Due Diligence verantwortlich war, bestand aus Andreas Hoffmann, WP und Partner (Gesamtleitung), Holger Redle, Associate (Financial), und Martin Brinkfort, Associate (Financial).

Quelle: Deal Advisors by Majunke

25Mrz

BPG berät NRW.BANK bei der Beteiligung an der Ubirch GmbH

Die BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH hat die NRW.BANK, die Förderbank für Nordrhein-Westfalen, bei der Beteiligung an der Ubirch GmbH mit Sitz in Köln beraten. Hauptkapitalgeber in siebenstelliger Höhe ist neben dem Venture Fonds der NRW.BANK auch hubraum, der Tech-Inkubator der Deutschen Telekom. Bestehende Investoren sind Breed Reply, Attia Ventures, SchneiderGolling & Cie. AG, BAUWENS digital GmbH und ProInvest Ubirch GbR.

Ubirch ist der Spezialist für Blockchain-basierte Technologie im Bereich IoT mit Standorten in Köln, Berlin und München. Mit den angebotenen Lösungen der ubirch GmbH werden Datenpakete, die zwischen IoT-Geräten ausgetauscht werden, so kryptographisch signiert und mit dem Vorgänger-Gerät verkettet, dass es unmöglich wird, die Datenpakete nachträglich zu verändern, zu löschen oder zu duplizieren. Das Team besteht aus erfahrenen Spezialisten für Kryptographie, Blockchain und datengetriebene Geschäftsmodelle. Ubirch richtet sich vor allem an Kunden aus den Segmenten Industrie, Smart Cities, Versicherungen, IoT-Startups, Energieversorgung und Logistik.

Das Team der BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH (www.bpg.de), das für die fokussierte Financial und Tax Due Diligence verantwortlich war, bestand aus Klaus Wenzel, WP/StB und Partner (Gesamtleitung), Christian Klein, Associate (Financial) und Jan-Philipp Kruse, Associate (Tax).

Quelle: Deal Advisors by Majunke

25Mrz

Auswirkungen auf die Rechnungslegung, Berichtserstellung und Unternehmensbewertung

Als aktuelle Hilfestellung für den Berufsstand hat das IDW fachliche Hinweise (Teil 1 und Teil 2) erarbeitet, der wesentliche Fragen zur Rechnungslegung (HGB/IFRS) zum Stichtag 31.12.2019 und deren Prüfung aufgreift.

Darin werden insbesondere folgende Aspekte angesprochen:

  • Wertaufhellung bzw. Wertbegründung
  • Nachtragsberichterstattung im (Konzern-)Anhang
  • Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss
  • Prognose- bzw. Risikoberichterstattung im (Konzern-)Lagebericht
  • Prüfungsprozess sowie Kommunikation
  • Konsequenzen für die Berichterstattung des Abschlussprüfers

Bitte teilen Sie uns gerne weiteren Informationsbedarf mit und sprechen Sie Ihren jeweiligen BPG-Ansprechpartner auch für Ihre individuellen Fragestellungen jederzeit gerne an.

25Mrz

Liquiditätshilfen und Fördermittelantrag zur Vermeidung der Insolvenzpflicht

Aktuelle Informationen zum Gesetzgebungsverfahren zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Unternehmen in „Corona-bedingter Schieflage“ erhalten Sie über die folgenden Links:

Zudem hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ihr Kredithilfeprogramm um einen sog. „Unternehmerkredit“ zur Finanzierung von Betriebsmitteln (aller Art) erweitert. Die Kreditsumme beträgt bis zu 200 Mio. Euro bei 5 Jahren Laufzeit. Die Beantragung erfolgt über die Hausbank oder – eher die Ausnahme – eine andere mitfinanzierende Bank. Die KfW übernimmt für 80% der Kreditsumme das Ausfallrisiko. Die mitfinanzierende Bank muss 20% Eigenobligo übernehmen. Der Antrag wird – so unsere bisherige Erfahrung – wie ein „normaler“ Kreditantrag behandelt.

Weitere Informationen: KfW-Corona-Hilfe: Kredite für Unternehmen

Für kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler gewährt der Bund einmalig für drei Monate Zuschüsse zu Betriebskosten, die nicht zurückgezahlt werden müssen:

  • Selbständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten erhalten bis zu 9.000 Euro
  • Selbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten erhalten bis zu 15.000 Euro.
  • Selbständige erhalten leichter Zugang zur Grundsicherung, damit Lebensunterhalt und Unterkunft gesichert sind. Die Vermögensprüfung wird für sechs Monate ausgesetzt, Leistungen sollen sehr schnell ausgezahlt werden.

Die Bundesländer haben zusätzliche Sofortmaßnahmen beschlossen. Einen Überblick über diese Maßnahmen erhalten Sie hier: Corona Soforthilfen Bundesländer

Zu den Hilfen des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen
Zu den Hilfen des Landes Baden-Württemberg

Der Bund gründet als Maßnahme zur Liquiditätssicherung einen Wirtschaftsstabilisierungsfonds, der sich insbesondere an große Unternehmen richtet und großvolumige Hilfen (Kapitalmaßnahmen / Bürgschaften) gewähren kann. Er ergänzt die bereits beschlossenen Liquiditätshilfen über die KfW Sonderprogramme.

Über die staatliche KfW wird ein Hilfsprogramm aufgelegt, um Unternehmen, Selbständige und Freiberufler mit Liquidität zu versorgen. Dazu stellt die KfW in unbegrenztem Volumen verschiedene Kreditprogramme bereit. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen. Zugang zu den KfW-Krediten über ihre Hausbank. Dort bei Bedarf auch Instrument von Bürgschaften.

Weitere Informationen: BMF – Fragen und Antworten Milliarden-Schutzschild

In den Ländern stehen die Bürgschaftsbanken (bis 2,5 Mio. Euro pro Unternehmen) und die Landesbürgschaftsprogramme (ab 2,5 Mio. Euro) bereit, um Kredite zu besichern. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft.

Sollte wegen des Corona-Virus ein Tätigkeitsverbot, z.B. Quarantäne, ausgesprochen werden, können Betriebe eine Entschädigung für die Fortzahlung von Löhnen und Gehältern bei den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe beantragen

Der „Mikromezzaninfonds Deutschland“ kann ohne Einschaltung der Hausbank und ohne Sicherheiten stille Beteiligungen eingehen (max. 75.000 Euro). Richtet sich an kleine Unternehmen, Gründungen und spezielle Zielgruppen (u.a. Unternehmen, die ausbilden sowie Gründungen aus der Arbeitslosigkeit).

Unsere Ansprechpartner in Krefeld, Düsseldorf und Berlin stehen Ihnen für ein persönliches Informationsgespräch auch in diesen Zeiten gerne zur Verfügung.

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