Beiträge aus Februar 2018

27Feb

Koalitionsvertrag zur „GroKo-Neuauflage“: Geplante Änderungen im Steuerrecht

Koalitionsvertrag zur „GroKo-Neuauflage“: Geplante Änderungen im Steuerrecht

CDU/CSU und SPD haben sich am 07.02.2018 auf einen Koalitionsvertrag für eine neue Große Koalition geeinigt. Dabei wurden einige Aspekte für die Steuerpolitik, die bereits im Sondierungspapier enthalten waren, und weitere steuerpolitische Ziele aufgenommen.

Hier ein Überblick über die wesentlichen Vorhaben:

Für Alle

  • Abschaffung des Solidaritätszuschlags für untere und mittlere Einkommen ab 2021
  • In zweijährigem Abstand erfolgende Anpassung des Einkommensteuertarifs zur Vermeidung der sog. kalten Progression
  • Verbesserung der Informationen zum Faktorverfahren bei der Besteuerung von Ehegatten angestrebt

Für Familien

  • Erhöhung des Kindergelds (zum 01.07.2019 um 10 Euro und anschließend nochmals zum 01.01.2021 um 15 Euro je Kind und Monat)
  • Jeweils gleichzeitig entsprechender Anstieg des steuerlichen Kinderfreibetrags

Für Bauherren

  • Steuerliche Anreize für den freifinanzierten Wohnungsneubau (gegen Wohnraumknappheit)
  • Baukindergeld in Höhe von 1.200 Euro pro Kind und Jahr zzgl. Einmalbetrag über einen Zeitraum von 10 Jahren beim Erwerb von Wohneigentum vorgesehen (mit Einkommensgrenze)
  • Befreiung von der Grunderwerbsteuer zur Förderung des erstmaligen Erwerbs
  • Sonderabschreibung von 5 % p. a. für einen Zeitraum von 4 Jahren für den Wohnungsneubau
  • Förderung energetischer Gebäudesanierungen

Für ehrenamtlich Tätige

  • Künftig höhere steuerliche Förderung von ehrenamtlichen Tätigkeiten

Für Unternehmen

  • Maßnahmen bei der Dienstwagenbesteuerung: Reduzierter Satz von 0,5 % des inländischen Listenpreises für die private Nutzung von E-Fahrzeugen vorgesehen
  • Gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge: Gewährung einer Sonderabschreibung von 50 % über einen Zeitraum von 5 Jahren
  • Steuerliche Förderung der Forschung kleiner und mittlerer Unternehmen (bzgl. Forschungs- und Entwicklungskosten)

Für Unternehmensgründungen:

  • Zweijährige Befreiung von der Abgabe monatlicher Umsatzsteuer-Voranmeldungen sowie steuerliche Anreize zur Mobilisierung privaten Wagniskapitals
  • Ertragsbesteuerung: Europaweite Einführung von einheitlicher Steuerbemessungsgrundlage sowie Mindeststeuersätzen der Körperschaftsteuer (Zusammenarbeit mit Frankreich auf europäischer Ebene angestrebt)

Umsatzsteuer:

  • Anwendung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes auf elektronische Medien (E-Books, E-Paper) geplant
  • Bekämpfung des Umsatzsteuerbetrugs im E-Commerce (Betreiber elektronischer Marktplätze sollen für Steuerschulden in Anspruch genommen werden können, zudem sollen diesen Auskunftspflichten auferlegt werden können)

Grundsteuer:

  • Erhebung soll generell sichergestellt werden
  • Einführung der Grundsteuer C auf baureife aber unbebaute Grundstücke (soll Verfügbarmachung von Grundstücken zu Wohnzwecken verbessern)

Grunderwerbsteuer:

  • Vermeidung von Steuergestaltungen durch sog. share-deals sollen künftig vermieden bzw. unterbunden werden

Weitere Absichtserklärungen

  • Steuervereinfachung vorantreiben (Ausbau der technischen Möglichkeiten zur elektronischen Kommunikation mit der Finanzverwaltung und Einführung der vorausgefüllten Steuererklärung für alle Steuerpflichtigen bis zum Veranlagungszeitraum 2021)
  • Bekämpfung von Steuerdumping, -betrug und -vermeidung,
  • Gerechte Besteuerung großer (Internet-)Konzerne
  • Kampf gegen aggressive Steuergestaltungen
  • Abschaffung der Abgeltungsteuer

Es ist vorgesehen, dass die CDU über den Koalitionsvertrag am 26.02.2018 abstimmt. In der SPD soll die Basis entscheiden, das Votum vom 20.02. bis 02.03.2018 stattfinden, die Ergebnisverkündung am 04.03.2018 sein.

Quelle: www.datev.de

Interessiert Sie das Thema?

Haben Sie noch weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne unter:

+49 2151 508-400
bpg-krefeld@bpg.de

26Feb

Ausbildungsplatz als Steuerfachangestellter (w/m) – Düsseldorf

Die BPG ist eine etablierte, unabhängige und partnerschaftlich geführte Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mit 9 Standorten in Deutschland und Tochtergesellschaften im Ausland. In der Niederlassung Düsseldorf bieten wir zum 01.08.2018 einen

Ausbildungsplatz als Steuerfachangestellter (w/m)

Ausbildungsinhalte

  • Rechnungswesen
  • Lohn-und-Gehaltsbuchhaltung
  • Grundlagen des Steuerrechts
  • Mitarbeit bei der Erstellung von Jahresabschlüssen
  • Erstellung von Steuererklärungen
  • Einblick in die steuerliche und betriebswirtschaftliche Beratung von Mandanten
  • organisatorische Abläufe einer Steuerberatungsgesellschaft

Ihr Profil, um gemeinsam etwas zu bewegen

  • Abitur/Fachabitur
  • gutes Deutsch in Wort und Schrift
  • gute MS-Office-Kenntnisse
  • Zuverlässigkeit, Eigeninitiative und Engagement
  • Teamfähigkeit, Serviceorientierung

Was wir bieten:

  • Anspruchsvolle und abwechslungsreiche Aufgaben
  • Überdurchschnittliche berufliche Fortbildungsmöglichkeiten
  • Angenehme Arbeitsbedingungen in modernen Büroräumen

Wir sind an einer langen Zusammenarbeit interessiert und fördern Ihre Karriere innerhalb unserer Gesellschaft mit großem Entwicklungspotential.

Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen senden Sie per E-mail an:

E-Mail: bpg-duesseldorf@bpg.de

BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH
Herr Horst Hartung WP/StB
Graf-Adolf-Platz 12
40213 Düsseldorf

13Feb

BPG und Dittmar Rechtsanwälte berieten die CarsOnTheWeb Gruppe beim Erwerb der Car Quality Services GmbH „GW-Liste“

Die BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH und Dittmar Rechtsanwälte haben die CarsOnTheWeb Gruppe beim Erwerb der Car Quality Services GmbH „GW-Liste“ beraten.

Das Unternehmen mit 2 Standorten in Haan und Wuppertal betreibt Handelsplattformen für Gebrauchtwagen im Internet exklusiv für den B2B-Bereich. Neben GWLISTE.de tritt das Unternehmen u.a. mit weiteren Seiten wie GWBOERSE24.de und GWAUKTIONEN.de am Markt auf, hinter denen sich unterschiedliche Verkaufs- bzw. Auktionsmechanismen verbergen. Jährlich werden über die unterschiedlichen Plattformen rund 15.000 Fahrzeuge vermittelt. GW-Liste passt daher hervorragend in die Wachstumspläne der COTW-Gruppe, die in den nächsten Jahren mehr als 100.000 Fahrzeuge pro Jahr verkaufen möchte.

Das Team der BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft (www.bpg.de), das für die Financial und Tax Due Diligence verantwortlich war, bestand aus Andreas Hoffmann, WP und Partner (Gesamtleitung), Ludger Fangmann, StB und Partner (Leitung Tax), sowie Martin Brinkfort, Associate (Financial), und Daniel Schloemer, Associate (Tax).

Dittmar Rechtsanwälte (www.dittmar-law.com) begleitete die Vertragsverhandlungen und leitete die Legal Due Diligence. Das Team setzte sich zusammen aus Dr. Raoul Dittmar (Rechtsanwalt und Partner), Dr. Christian Rauda (IP Law), GRAEF Rechtsanwälte (www.graef.eu) sowie Dr. Nils Schramm (Labour law) und Dr. Frederik Martell (Labour law), Schramm Meyer Kuhnke (www.schrammmeyerkuhnke.de).

 

Quelle: Deal Advisors by Majunke

09Feb

Buchhalter/Steuerfachangestellten (m/w) in Krefeld

Für den Hauptsitz unserer Gesellschaft in Krefeld suchen wir zum nächstmöglichen Eintrittstermin eine/n

Buchhalter/Steuerfachangestellten (m/w)

in Teil- oder Vollzeit

01Feb

Abgabefrist für Steuererklärungen 2017 und Fristverlängerungen

Abgabefrist für Steuererklärungen 2017 und Fristverlängerungen

FinMin Baden-Württemberg, Erlass (koordinierter Ländererlass) S-0320 / 56 vom 02.01.2018

Gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 2. Januar 2018 über Steuererklärungsfristen

1. Steuererklärungen für das Kalenderjahr 2017

2. Fristverlängerung

Vorbemerkung

§§ 109 und 149 der Abgabenordnung (AO) in der Fassung des Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens (StModernG) vom 18. Juli 2016 (BGBl. I S. 1679) sind zwar am 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Die neuen Regelungen sind allerdings erstmals anzuwenden für Besteuerungszeiträume, die nach dem 31. Dezember 2017 beginnen, und Besteuerungszeitpunkte, die nach dem 31. Dezember 2017 liegen (Artikel 97 § 10a Absatz 4 Satz 1 des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung (EGAO) i. d. F. des StModernG). Für Besteuerungszeiträume, die vor dem 1. Januar 2018 beginnen, und Besteuerungszeitpunkte, die vor dem 1. Januar 2018 liegen, sind daher weiterhin §§ 109 und 149 AO in der bis zum 31. Dezember 2016 geltenden Fassung anzuwenden.

I. Abgabefrist für Steuererklärungen

(1) Für das Kalenderjahr 2017 sind die Erklärungen

  • zur Einkommensteuer – einschließlich der Erklärungen zur gesonderten sowie zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Grundlagen für die Einkommensbesteuerung sowie zur gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags -,
  • zur Körperschaftsteuer – einschließlich der Erklärungen zu gesonderten Feststellungen von Besteuerungsgrundlagen, die in Zusammenhang mit der Körperschaftsteuerveranlagung durchzuführen sind, sowie für die Zerlegung der Körperschaftsteuer -,
  • zur Gewerbesteuer – einschließlich der Erklärungen zur gesonderten Feststellung des vortragsfähigen Gewerbeverlustes und zur gesonderten Feststellung des Zuwendungsvortrags sowie für die Zerlegung des Steuermessbetrags -,
  • zur Umsatzsteuer sowie
  • zur gesonderten oder zur gesonderten und einheitlichen Feststellung nach § 18 des Außensteuergesetzes

nach § 149 Absatz 2 AO (in der für den Besteuerungszeitraum 2017 anzuwendenden Fassung)

bis zum 31. Mai 2018

bei den Finanzämtern abzugeben.

(2) Bei Steuerpflichtigen, die den Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft nach einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr ermitteln, endet die Frist nicht vor Ablauf des fünften Monats, der auf den Schluss des Wirtschaftsjahres 2017/2018 folgt.

II. Fristverlängerung

(1) Sofern die vorbezeichneten Steuererklärungen durch Personen, Gesellschaften, Verbände, Vereinigungen, Behörden oder Körperschaften im Sinne der §§ 3 und 4 StBerG angefertigt werden, wird vorbehaltlich des Absatzes 2 die Frist nach § 109 AO (in der für den Besteuerungszeitraum 2017 anzuwendenden Fassung) allgemein

bis zum 31. Dezember 2018

verlängert. Bei Steuererklärungen für Steuerpflichtige, die den Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft nach einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr ermitteln (Abschnitt I Absatz 2), tritt an die Stelle des 31. Dezember 2018 der 31. Mai 2019.

(2) Es bleibt den Finanzämtern vorbehalten, Erklärungen mit angemessener Frist für einen Zeitpunkt vor Ablauf der allgemein verlängerten Frist anzufordern. Von dieser Möglichkeit soll insbesondere Gebrauch gemacht werden, wenn

  • für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum die erforderlichen Erklärungen verspätet oder nicht abgegeben wurden,
  • für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum kurz vor Abgabe der Erklärung bzw. vor dem Ende der Karenzzeit nach § 233a Absatz 2 Satz 1 AO nachträgliche Vorauszahlungen festgesetzt wurden,
  • sich aus der Veranlagung für den vorangegangenen Veranlagungszeitraum eine hohe Abschlusszahlung ergeben hat,
  • hohe Abschlusszahlungen erwartet werden,
  • für Beteiligte an Gesellschaften und Gemeinschaften Verluste festzustellen sind oder
  • die Arbeitslage der Finanzämter es erfordert.

Im Übrigen wird davon ausgegangen, dass die Erklärungen laufend fertig gestellt und unverzüglich eingereicht werden.

(3) Aufgrund begründeter Einzelanträge kann die Frist für die Abgabe der Steuererklärungen bis zum 28. Februar 2019 bzw. in den Fällen des Abschnitts I Absatz 2 bis zum 31. Juli 2019 verlängert werden. Eine weitergehende Fristverlängerung kommt grundsätzlich nicht in Betracht.

(4) Die allgemeine Fristverlängerung gilt nicht für Anträge auf Steuervergütungen. Sie gilt auch nicht für die Abgabe von Umsatzsteuererklärungen, wenn die gewerbliche oder berufliche Tätigkeit mit Ablauf des 31. Dezember 2017 endete. Hat die gewerbliche oder berufliche Tätigkeit vor dem 31. Dezember 2017 geendet, ist die Umsatzsteuererklärung für das Kalenderjahr einen Monat nach Beendigung der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit abzugeben (§ 18 Absatz 3 Satz 2 i. V. m. § 16 Absatz 3 des Umsatzsteuergesetzes).

Diese Erlasse ergehen im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen.

Das vollständige Schreiben finden Sie auf der Homepage des BMF.

Quelle: www.datev.de

Interessiert Sie das Thema?

Haben Sie noch weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne unter:

+49 2151 508-400
bpg-krefeld@bpg.de

nach oben
 Zurück  Alles Weiter